July 16th, 2012

Любимые цвета/ Гречанка

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IWAN  GOLL (eigtl. Isaac Lang; Pseudonyme - Iwan Lassang, Tristan Torsi, Johannes Thor, Tristan Thor) - Lyriker, Vefasser zeitkritischer Schlüsselromane, Essayist, auch Dramatiker. Er wurde 1891 in Saint Die' (Frankreich) geboren, 1950 in Paris gestorben. Goll, Sohn eines Elsässers und einer Lotharingerin, fühlte sich sein Leben lang als Heimatloser ("Durch Schicksal Jude, durch Zufall in Frankreich geboren, durch ein Stempelpapier als Deutscher bezeichnet").
Nach dem Besuch des deutschen Gymnasiums in Metz studierte er Jura (1912/14 in Straßburg und 1915/18 in Lausanne). Bei Ausbruch des ersten Weltkrieges ging er in die Schweiz, wo er im Kreise um R. Rolland lebte und dichterische Antikriegspropaganda betrieb. Ab 1919 lebte Goll in Paris, hielt Freundschaft mit James Joyce und den Dichtern und Malern des Appolinare-Kreises (u.a. Breton, Eluard, Chagall). Goll förderte 1924 als Herausgeber der Zeitschrift "Surrealisme" diese Bewegung (Surrealismus) in Frankreich. 1939 emigrierte er nach New-York,  1947 kehrte nach Paris zurück.
Goll begann als Expressionist, vom Dichter "Licht, Wahrheit, Idee, Liebe, Güte, Geist" fordernd (Appel an die Kunst, 1917). Seine Werke, in deutscher und französischer (wenige auch in englischer ) Sprache geschrieben, zeichnen sich - bei aller oft dunklen Metaphorik - durch überquellende Bildsprache, Reichtum von subtilen Nuancen und kolossale Naturvisionen aus.
Любимые цвета/ Гречанка

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PAUL CELAN (eigtl. Paul Antschel), Sohn deutschsprachiger Eltern, wurde 1920 in Czernowitz (Bukowina) geboren. !938/39 studierte er Medizin in Tours. Nach Kriegsausbruch - Studium der Romanistik in Czenowitz, 1942/43 Arbeitslager in Rumänien. 1947 ging Celan nach Wien, wo er seine ersten Gedichte veröffentlichte, und 1948 nach Paris, wo er Germanistik und Sprachwissenschaft studierte. Seit 1959 ist er Dozent an der Universität Paris. 1958 bekam er  den Literaturpreis der Stadt Bremen, 1960 - Georg-Büchner-Preis. 1970 verübte er Selbstmord in Paris. Vielfach dunkel und verschlüsselt in der Aussage, bietet seine von biblischen und chassidischen Eindrücken aus seiner Jugend, von I. Goll, E. Lasker-Schüler und vom Surrealismus beeinflusste Lyrik die Möglichkeit verschiedener Interpretationen. Reimlose, streng, oft knapp gefügte Verse, auf den Ausdruck persönlicher Empfindungen gerichtet, sowie eine ständig vom Gegenständlichen zum Imaginären wechselnde, visionäre Bildhaftigkeit kennzeichnen seine Dichtart.